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Robin Thiedmann

Als Zebra übernehmen wir in der Corona Krise soziale Verantwortung

Photo: Miss polyEsther

Die weltweiten Entwicklungen um das neuartige Coronavirus und die steigende Anzahl an Fällen in Deutschland bereiten auch uns Sorgen. Stündlich werden wir mit neuen Nachrichtenmeldungen konfrontiert und besonders die Lage bei unseren europäischen Freunden in Italien und Spanien ist erschütternd. Leider ist davon auszugehen, dass sich auch in Deutschland die Lage noch verschlechtern wird.

In dieser schwierigen Zeit überlegen wir, wie auch wir Teil der Lösung sein und wenigstens im Kleinen zur Besserung beitragen können. Wir haben uns auch deshalb dazu entschlossen, in den nächsten Tagen nahezu vollständig ins Home-Office zu wechseln. So wollen wir auf der Arbeit die Anzahl der Kontakte und somit auch die Verbreitungswege für eine potenzielle Infektion begrenzen. Auch wenn dieser Wechsel ins Home-Office eigene Herausforderungen mit sich bringt und wir uns persönlich mit der Situation arrangieren müssen, so sind wir dankbar dafür, dass wir überhaupt diese Möglichkeit haben. Uns allen ist bewusst, dass das nicht jedem Menschen in Deutschland möglich ist, entweder weil die Arbeit an sich das nicht zulässt oder die Arbeitsprozesse und Arbeitsmittel noch nicht ausreichend auf einen digitalen Betrieb umgestellt sind. Wir hoffen, dass all jene, die im Kampf gegen das Virus direkt involviert sind und mit ihrer Arbeit bei der Eindämmung der Verbreitung und Aufrechterhaltung unserer Gesellschaft helfen, gesund und sicher bleiben. 

Wenn wir auf unsere Nachbarländer und die internationale Gemeinschaft blicken, dann ist jedoch auch abzusehen, dass dieses Virus einen großen Einfluss auf unsere Wirtschaft haben wird. Im schlimmsten Fall würde es zu einem zeitweisen und nahezu vollständigen Erliegen der Wirtschaftsleistung kommen. Die genauen Folgen sind noch nicht abzusehen, doch ist davon auszugehen, dass wir auf schwierige Zeiten zusteuern. Unternehmen könnten Pleite gehen, Menschen entlassen werden, Nachfrage und Angebot einbrechen und ganze Industrie- und Dienstleistungszweige umgestaltet werden.

Noch ist nicht einschätzbar, welche Auswirkungen das Coronavirus auch auf uns, polypoly, haben könnte. Doch wir sind flexibel und werden uns anpassen. Wir sind ein Zebra, also ein Unternehmen, dass nicht darauf ausgerichtet ist, sein Geschäftsmodell schnellstmöglich zu skalieren, sondern einen grösstmöglichen Einfluss auf die Gesellschaft zu haben. Als solches wollen wir auch in der Krise eine soziale Aufgabe erfüllen. Unser Ziel ist es ein neues digitales Ökosystem zu erbauen, in dem wir Datenschutz mit Wirtschaftsinteressen, Privatsphäre mit öffentlichem Interesse, sowie nationale Bedürfnisse mit internationalen Anforderungen versöhnen. Dazu errichten wir das digitale Ökosystem der Zukunft, welches auf einer dezentralen Infrastruktur mit lokalen Datenspeichern basiert.

Auch in der jetzigen Krise sehen wir mögliche Ansatzpunkte für unsere Infrastruktur und unsere Perspektive der Vereinigung verschiedener Interessen. Aus diesem Grund loten wir gerade aus, welche Möglichkeiten wir hätten, auch kurzfristig in dieser Krise ein Produkt auf Basis unseres Ansatzes zu entwickeln und wie dieses Produkt in unsere polypoly Infrastruktur eingebettet werden könnte. Dabei stehen viele Ideen im Raum und auch Beispiele aus Ländern wie Südkorea oder China zeigen, was technisch alles möglich wäre, aber sicherlich nicht immer erstrebenswert ist.

Technische Lösungen können immer nur ein Teilaspekt einer Umsetzungsstrategie sein und sind stets nur Werkzeuge. Auch wenn mittels Standortnachverfolgung und Near-Field-Protokollen Infektionsketten verfolgt werden können, darf in einer solchen kritischen Situation nicht der Datenschutz vernachlässigt werden. Neue Technologien haben viel Potenzial, doch sie können stets auch missbraucht werden.

Krisen haben in der Geschichte der Menschheit immer wieder zu teilweise radikalen Veränderungen geführt. Nicht alle davon in die richtige Richtung und manche mit verheerenden Auswirkungen. Für uns ist deshalb klar, dass es im Kampf gegen das Coronavirus auf der einen Seite natürlich auf Schnelligkeit und entschlossenes Handeln ankommt, aber dabei auch stets an eine Zeit nach der Pandemie gedacht werden muss. Gerade in Krisenzeiten erweist sich der Wert von Grundsätzen und wie ernst man es damit meint. Als Gesellschaft müssen wir auch in harten Zeiten zu unseren Grundwerten stehen und diese mit potenziellen Lösungen in Einklang bringen. Bei polypoly wollen wir in der nächsten Zeit genau daran arbeiten.